Ein Tag mit Pythagoras - Deutsch
Pssst! Die Schüler/innen lesen den alten Goethe, sein Meisterwerk "FAUST". Hier hat sich gerade der Teufel (Mephistopheles) zunächst als Pudel in das Zimmer des Gelehrten Faust geschlichen. Nach dem Gespräch zögert er jedoch ziemlich, wieder hinauszugehen. Letztendlich muß er das erklären:
Mephistopheles:
Gesteh' ich's nur! Daß ich hinausspaziere,
Verbietet mir ein kleines Hindernis,
Der Drudenfuß auf Eurer Schwelle –
Faust:
Das Pentagramma macht dir Pein?
Ei sage mir, du Sohn der Hölle,
Wenn das dich bannt, wie kamst du denn herein?
Wie ward ein solcher Geist betrogen?
Mephistopheles:
Beschaut es recht! es ist nicht gut gezogen;
Der eine Winkel, der nach außen zu,
Ist, wie du siehst, ein wenig offen.
An dieser Stelle klinken wir uns wieder aus. Sehr zu empfehlen übrigens, es gibt noch eine Menge mehr über Magie, Teufelswerk und vor allem Wissensdurst zu erfahren darin.
Für uns stellt sich die Frage, was es denn war, das den Teufel bannte. Ein Zeichen auf dem Boden, aber was für eins?
Was ist ein Drudenfuß oder auch Pentagramm(a)?
Nichts weiter als der regelmäßige fünfeckige Stern, als Symbol sicher vielen bekannt. Er besitzt Zauberkraft, schützt vor Druden (Hexen), bösen Geistern und vor allem vor dem Schlimmsten, dem Teufel. Und er war, wie wir bereits wissen, auch das Geheimzeichen der Pythagoreer. Was mag diese aber bewogen haben, diese Figur zu wählen? Das hatte natürlich mathematische Gründe, denn das Fünfeck (Pentagon) und der fünfeckige Stern (Pentagramm) bilden zusammen etwas Besonderes, Einmaliges – eine Endlosfigur. Ihr könnt es an der Zeichnung erkennen, die Diagonalen des Fünfecks bilden den Stern, in seinem Inneren entsteht ein neues Fünfeck und so weiter und so weiter – ohne Ende. Das Spiel mit dem Unendlichen beginnt.
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